Dermatologie & Allergologie
Dr. med. Constanze Ahrens

Telefon 0202/42 97 66 60
info@hautarzt-ahrens.de

Herzogstraße 42, 42103 Wuppertal

Öffnungszeiten:


Montag  8 - 14 Uhr
Dienstag12 - 18 Uhr
Mittwoch  8 - 14 Uhr
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Freitag  8 - 12 Uhr

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Praxis für Dermatologie & Allergologie
Dr. med. Constanze Ahrens



Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie und freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Praxis in Wuppertal (Elberfeld-Mitte). Zu unseren Leistungen gehört die Behandlung von Erkrankungen der Haut, Schleimhäute, Haare oder Nägel sowie von Geschlechts­krankheiten, Allergien und Arzneimittel­reaktionen.

Sollten Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren wollen, können Sie sich gern telefonisch oder persönlich an uns wenden.

Wir freuen uns auf Sie!
Dr. med. Constanze Ahrens und Team

Vorsorge


In der Regel werden die Kosten für die Hautkrebs­vorsorge von Ihrer Gesetzlichen Krankenkasse alle 2 Jahre übernommen. Bei der Ganzkörper­untersuchung können wir Ihr persönliches Risikoprofil erkennen, Ihnen Tipps zum Sonnenschutz geben, auffällige Muttermale entdecken und die mögliche weitere Therapie planen.

Als zusätzliche Leistung können wir Ihnen die computergestützte Video­dokumentation Ihrer Muttermale anbieten.

Allergologie


Immer häufiger treten allergologische Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergisches Asthma und Neurodermitis auf. Folgende Untersuchungen führen wir durch:

Diagnostik
Pricktestungen: Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel
Epicutan­testungen: Duftstoffe, Metalle, Friseurstoffe, Kunststoffe, Desinfektionsmittel etc.
Bestimmung von IgE und RAST (sogenannter Bluttest) z.B. bei Insekten­allergie

Therapie
Hyposensi­bilisierung mittels Injektionen (ab dem 6. Lebensjahr) und sublingual.

Operative Leistungen


Operative Entfernung von auffälligen Muttermalen, Hautkrebs und störenden Hautveränderungen (Stielwarzen, Alterswarzen, Milien)

Lasertherapie KTP, Erbium
Entfernung von Couperose und Pigmentflecken

Fruchtsäurepeeling / TCA-Peeling
zur Begleitbehandlung bei Akne sowie als Anti-Aging Anwendung

Faltenbehandlung
mittels Hyaluronsäure-Unterspritzung und Botulinumtoxin

Über Wirkung und Nebenwirkung und mögliche anfallende Kosten beraten wir Sie gern in einem separaten Gespräch.

Termin


Öffnungszeiten
Montag 8 - 14 Uhr, Dienstag 12 - 18 Uhr
Mittwoch 8 - 14 Uhr
Donnerstag 8 - 14 Uhr, Freitag 8 - 12 Uhr
sowie Videosprechstunde nach Vereinbarung

Kontakt
Telefon: 0202/42 97 66 60
Telefax: 0202/42 97 66 61
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Terminabsprache
Bitte vereinbaren Sie einen Termin. Bei ernsten Notfällen können Sie selbstverständlich unverzüglich in die Praxis kommen.

Rezeptwünsche
Sie können uns Ihre Rezeptwünsche auch per E-Mail, Fax oder Anrufbeantworter zukommen lassen.

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Adresse
Neumarktstraße 43, 42103 Wuppertal
(Postkasten zugänglich, Aufgang hier ohne Fahrstuhl)

Herzogstraße 42, 42103 Wuppertal
(mit dem Fahrstuhl in den 2. Stock fahren, halbe Treppe abwärts gehen)

Bitte beachten Sie, dass unser Treppenhaus nicht behindertengerecht ist. Sollten Sie Rollstuhl­fahrer sein, informieren Sie uns vorab, wir haben dafür eine Lösung.

Parken
Im Parkhaus am Kasinogarten, Parkplatz am Teijin-Hochhaus (Mäuerchen)

Schwebebahn
Von der Haltestelle Ohligsmühle fußläufig erreichbar

Gesundheitsnews


Rotes Auge – ein Symptom, viele Ursachen

Ein rotes Auge ist ein häufiges Symptom, dass die Betroffenen verständlicherweise beunruhigt. Die Ursachen, die dahinter stecken, können ganz verschieden sein – es gibt vergleichsweise harmlose Auslöser, aber auch ernst zu nehmende Krankheiten. Halten die Beschwerden länger als ein oder zwei Tage an, dann sollte man sie augenärztlich abklären lassen, rät Dr. Peter Heinz, der 1. Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands.

Es passiert schon einmal: Ein kleines Blutgefäß in der Bindehaut platzt und es kommt zu einer kleinen Blutung an der Augenoberfläche. Das sieht dramatisch aus, ist aber in der Regel harmlos. Auch wenn ein kleiner Fremdkörper wie ein Staubkörnchen ins Auge geraten ist, der von der Tränenflüssigkeit rasch wieder ausgespült wurde, kann die Reizung des Auges zu einer Rötung der Bindehaut führen, die dann aber normalerweise rasch wieder nachlässt. Oft fehlt dem Auge auch schlicht Tränenflüssigkeit, so dass die Augenoberfläche gereizt ist.

Das rote Auge kann aber auch die Begleiterscheinung einer Allergie, einer Infektion mit Viren oder Bakterien sein oder es ist die Folge einer Verletzung der Augenoberfläche. Ebenso kann eine sogenannte „Uveitis“ zur Rötung des Auges führen. Das ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uvea), die unbehandelt zu Sehbehinderung oder gar Erblindung führen kann. Es erfordert augenfachärztliche Kompetenz, die harmlosen von den gefährlichen Auslösern der Rötung zu unterscheiden.
Warum wird das Auge rot?

Zum roten Auge kommt es, wenn die Blutgefäße in der Bindehaut geweitet sind. Mit der verstärkten Durchblutung reagiert der Körper auf die verschiedensten störenden Einflüsse. Wenn diese Beschwerden nicht rasch von selbst wieder abklingen, ist Vorsicht geboten. Kommen dann noch weitere Symptome hinzu wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen oder Lichtscheu, dann ist unbedingt eine augenärztliche Untersuchung angebracht, um der Ursache auf die Spur zu kommen.
Die Ursache feststellen, dann behandeln

Denn so verschieden wie die Auslöser sind, ist auch die Behandlung: Fremdkörper müssen vorsichtig entfernt werden; bei trockenen Augen sorgen Tränenersatzmittel meist zu einer Verbesserung; bei Allergien können antiallergische Augentropfen eine Option sein, bei einer Infektion mit Bakterien oder Viren kommen antibakteriell oder antiviral wirkende Augentropfen und Augensalben zum Einsatz.
„Hausmittel“ können Probleme verstärken

Dr. Heinz rät davon ab, die Symptome auf eigene Faust zu bekämpfen. Schon das beliebte Hausmittel, feuchte Teebeutel mit Kamillenblüten auf die geschlossenen Augenlider zu legen, kann die Probleme verstärken. Denn manche Patienten reagieren allergisch darauf. Auch sogenannte „Weißmacher“ aus der Apotheke sind keine Hilfe. Sie sorgen zwar kurzfristig dafür, dass die Blutgefäße sich verengen, so dass das Auge nicht mehr rot aussieht. Doch die Ursache des Problems ist damit nicht behoben und der rein kosmetische Effekt lässt rasch nach.

Eine gründliche Diagnostik ist die Basis für eine gezielte Therapie, macht Dr. Heinz klar. Die Chancen auf Erfolg sind in der Regel gut – vor allem, wenn die Therapie frühzeitig einsetzt.

„Wir wollen Anreize schaffen für die europäische Produktion wichtiger Wirkstoffe“

Jens Spahn will noch in diesem Jahr konkretisieren, mit welchen Instrumenten die Politik die europäische Produktion von Wirkstoffen und Arzneimitteln stärken kann. Das gab er auf der Digitalkonferenz „Für ein gesundes Europa“ bekannt. Bis November rechne er mit konkreten Vorschlägen der EU-Kommission, eine Positionierung des EU-Rats will er am liebsten im Dezember erreicht haben. „Ich pushe das Thema auf europäischer Ebene“, so Spahn sehr deutlich, „wenn es sein muss, auch in einer Nachtsitzung“.

Auf der Veranstaltung, die Teil des assoziierten Programms der deutschen EU-Ratspräsidentschaft war, diskutierten Vertreter von Politik, Industrie, Behörden, Krankenkassen und Patienten über eine Stärkung von Versorgungssicherheit und Arzneimittelproduktion in Europa. Sowohl Spahn als auch der EU-Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton betonten vor bis zu 1.400 Zuschauern aus rund 20 Ländern die Gefahr einer zu großen Abhängigkeit von China. Daraus resultiere, so sagten es beide, die Notwendigkeit für Europa – zumindest bei kritischen Wirkstoffen – wieder unabhängiger zu werden.

Spahn machte deutlich, dass eine stabilere Versorgung mehr Diversität in den Lieferketten brauche. Es sei zu erarbeiten „mit welchen Instrumenten wir die Produktion und Versorgung hier in Europa wieder anreizen können.“ Ein Weg könnten Investitionszuschüsse sein und das Vergaberecht könne angepasst werden. Ein weiterer könne es sein, in der Anfangszeit garantierte Abgabepreise als Anreiz für die Hersteller zu gewähren.

Zuvor hatte Wolfgang Späth, Vorstandsvorsitzender von Pro Generika e.V., die Dringlichkeit des Themas deutlich unterstrichen. Zwar sei es in Deutschland auf dem Höhepunkt der ersten Covid-19-Welle nicht zu Versorgungsengpässen gekommen. „Das aber war ein beispielloser Kraftakt vor allem der Generikaunternehmen“, so Späth. „Wir dürfen das nicht als Blaupause nehmen und uns darauf verlassen, dass auch beim nächsten Mal alles gut geht.“

Als Präsident des europäischen Generika-Verbandes Medicines for Europe forderte Christoph Stoller konkrete Maßnahmen ein: „Wir brauchen ein neues Preissystem für Generika“, sagte er. „Es darf nicht mehr nur um den günstigsten Preis gehen. Vielmehr müssen Investitionen, die die Versorgungssicherheit erhöhen – wie etwa eine zweite Wirkstoffquelle oder ein Produktionsstandort in Europa – honoriert werden“.

Das Thema Versorgungssicherheit stand auch im Fokus, als Dr. Andreas Meiser von MundiCare die Pro Generika-Wirkstoffstudie vorstellte. Diese belegt erstmals die Abwanderung der Wirkstoffherstellung von Europa nach Asien. Meiser: „Die europäische Versorgung ist heute in hohem Maße abhängig – von nur wenigen Wirkstoffherstellern in sehr kleinen Teilen der Welt. Das birgt Risiken für die Versorgung.“

Ana Marti vom spanischen Wirkstoffhersteller Medichem war als Vertreterin der europäischen Wirkstoffhersteller geladen. Sie unterstrich das Potenzial ihrer Branche in Europa und gab an, noch freie Kapazitäten zu haben. „Wir Wirkstoffhersteller brauchen vor allem mehr regulatorische Flexibilität“, sagte Marti. Gerade wenn es um die Genehmigung von Produktionsanlagen gehe, seien andere Weltregionen deutlich schneller. Deshalb sei ein Großteil der Wirkstoffherstellung nach Asien abgewandert.

Mit Blick auf die Politik, die europäische Arzneimittelhersteller stärken will, unterstrich Dr. Christian Pawlu, Global Head of Strategy, Portfolio and Business Development bei Sandoz International GmbH, die Relevanz eines echten Wettbewerbs. Sein Unternehmen hatte bekanntgegeben, 150 Millionen Euro in den Erhalt des Antibiotika-Werkes in Österreich zu investieren. Sandoz bekommt dafür staatliche Zuschüsse in Höhe von 50 Millionen Euro. Pawlu: „Wir brauchen keine Zombie-Industrie. Staatliche Hilfen seien sinnvoll, wenn sie ein Unternehmen in die Lage versetzten, wieder voll wettbewerbsfähig zu produzieren. Dafür aber müsse das Verhältnis zwischen Preisgestaltung und Erstattung langfristig stimmen.“

Einen Ausblick auf die nächsten politischen Schritte gab der EU-Kommissar für den Binnenmarkt Thierry Breton. „Eine groß angelegte Rückverlagerung der Produktion wird es nicht geben“, sagte er. „Aber wir sind in unseren Lieferketten zu abhängig von anderen Ländern und das ist inakzeptabel.“ Im Folgenden müsse geprüft werden, wo Lieferketten korrigiert und diversifiziert werden müssten. Außerdem sei zu schauen, welche kritischen Wirkstoffe wieder verstärkt in Europa produziert werden sollten. Zuvor hatte eine Abstimmung unter den Teilnehmern der Konferenz ergeben, dass es 73 Prozent für angemessen halten, wenn die Politik die europäische Arzneimittelproduktion unterstützt.

Bork Bretthauer, Geschäftsführer, Pro Generika e.V. lenkte den Blick auf die „Pharmaceutical Strategy“, die die Europäische Kommission noch in diesem Jahr vorstellen will. Sein Appell ging an die deutsche Politik. „Wir dürfen nicht warten, was Brüssel tut“, sagte Bretthauer. „Versorgungssicherheit ist ein Thema, das nicht warten kann“. Jetzt bräuchte Deutschland Politiker, die den Mut hätten, nach vorne zu gehen. Deutschland hätte gezeigt, dass es gut sei im Management von Lieferengpässen. „Jetzt müssen wir gut werden darin, die Probleme bei den Wurzeln zu packen.“

27.10.2020 DGA | Quelle: Pro Generika e.V. (gesundheit adhoc)

Pandemie-Bewältigung und Handlungsbedarfe

Vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie haben Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) ein gemeinsames Positionspapier zu grundlegenden Handlungsbedarfen in der ambulanten vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung vorgelegt. Ziel des konzeptionellen Vorstoßes der beiden Bundeskörperschaften ist es, Erfahrungen und Erkenntnisse der vergangenen Monate zu nutzen, um die Krisenreaktionsfähigkeit des ambulanten Versorgungssektors in seiner Gesamtheit zu festigen und zielgerichtet weiterzuentwickeln.

Dr. Andreas Gassen, Vorsitzender des Vorstandes der KBV: „Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bilden seit Beginn der Corona-Pandemie den Schutzwall unseres Gesundheitswesens: 19 von 20 COVID-19-Patienten werden ambulant behandelt. Das frühe Unterbrechen von Infektionsketten im Frühjahr war ein Grund dafür, dass Deutschland bislang so gut durch die Krise gekommen ist. Nun ist es an der Zeit, erste Lehren aus der Pandemie zu ziehen und praktikable Wege für das weitere Handeln aufzuzeigen, um auf ein eventuelles Wiedererstarken der Corona-Krise vorbereitet zu sein. Damit das ambulante Bollwerk auch in solch außergewöhnlichen Situationen stabil bleiben kann, bedarf es eines zukunftsfähigen Fundaments für die Vertragsärzteschaft und Vertragszahnärzteschaft. Das gemeinsame Positionspapier von KBV und KZBV legt Handlungsempfehlungen und konkrete Maßnahmen dar, um den ambulanten Versorgungssektor in seiner Gesamtheit krisenfest weiterentwickeln zu können.“

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Zahnärzteschaft und Behandlungsteams haben in der Corona-Krise an sprichwörtlich ‚vorderster Front‘ des Infektionsgeschehens verantwortungsbewusst und mit großem Engagement gearbeitet und sowohl die zahnärztliche Versorgung aller Versicherten aufrechterhalten, wie auch die Behandlung von Infizierten und unter Quarantäne stehenden Patientinnen und Patienten in eigens errichteten Schwerpunktpraxen und Behandlungszentren vorbildlich durchgeführt. Jetzt gilt es aus den Erfahrungen der Krise zu lernen und bei wieder steigenden Infektionszahlen standardisierte Vorkehrungen für den Fall einer zweiten Welle und mögliche künftige Pandemiefälle zu treffen. KZBV und KBV leisten mit ihren zentralen Empfehlungen einen wichtigen Beitrag für die Sicherung der ambulanten medizinischen und zahnmedizinischen Versorgung in Krisensituationen.“

Das gemeinsame Positionspapier zur Pandemie-Bewältigung und Handlungsbedarfen in der ambulanten vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung kann auf den Websites von KBV und KZBV abgerufen werden.

Kurzsichtigkeit: Kinderaugen brauchen mehr Sonnenlicht

Das Tragen einer Brille gehört zum Alltag vieler Kinder in Deutschland. Die Mehrzahl von ihnen benötigt die Sehhilfe wegen einer Kurzsichtigkeit, berichtet die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme. Bis zum Ende der Grundschulzeit werden in Deutschland heute rund 15 Prozent aller Kinder kurzsichtig. Der Anteil der Kurzsichtigen steigt bis zum Alter von 25 Jahren auf rund 45 Prozent. Während die Kurzsichtigkeit in vielen Regionen Ostasiens in den letzten Jahren stark zugenommen hat, ist die Rate in Deutschland nach Erhebungen augenärztlicher Fachgesellschaften in den letzten 15 Jahren unter den Jugendlichen zumindest vorerst konstant geblieben.

Dabei gibt es jedoch einen klaren Trend: Je länger ein Kind eine Schule besucht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, kurzsichtig zu werden. Damit nicht genug: Je höher der Abschluss der Ausbildung in Schule, Studium und Beruf, desto kurzsichtiger werden die Menschen.

„Bei der Geburt sind Kinderaugen in der Regel weitsichtig“, berichtet Kinder- und Jugendarzt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. „Das ändert sich dann im Laufe des Größenwachstums des Augapfels. Dieses Wachstum endet bei der sogenannten Normalsichtigkeit um das sechste bis neunte Lebensjahr. Wächst das Auge aber weiter in die Länge, kommt es zur Kurzsichtigkeit, fachlich Myopie genannt“.

Wenn das Kind oft die Augen zukneift

Ist der Augapfel zu lang, schneiden sich die Strahlen, die aus der Ferne kommen, dann nicht auf, sondern schon vor der Netzhaut und werden als verschwommenes Bild ins Gehirn weiter gemeldet. Kurzsichtige Kinder versuchen deshalb, die unscharfen Bilder, die ihre Augen ihnen liefern, mit einem einfachen Kunstgriff zu verbessern: Sie kneifen die Augen zum besseren Sehen zu.

Der Grund: Durch die zugekniffenen Lider verkleinert sich die Pupille und die Trennschärfe steigt an, etwa so wie beim Fotografieren die Tiefenschärfe durch Verkleinerung der Blende erhöht wird. Dieser typischen Angewohnheit verdankt die Kurzsichtigkeit übrigens ihren medizinischen Namen: Das dabei entstehende Blinzelgesicht nannten die alten Griechen Myops, daher der Fachterminus Myopie.

Probleme beim Lesen und Rechnen

Eine Kurzsichtigkeit fällt meistens erst dann auf, wenn ein Kind Gegenstände oder Personen in der Ferne immer später als andere erkennt. Es schreibt zum Beispiel falsch von der Wandtafel ab, verwechselt Zahlen oder Buchstaben, reibt sich oft die Augen und klagt über Kopfschmerzen. Professor Berthold Koletzko: „Man sollte sich hüten, ein Kind als unaufmerksam, unterdurchschnittlich begabt oder dumm anzusehen, bevor seine Sehfähigkeit genau untersucht worden ist“.

Kurzsichtigkeit liegt oft in der Familie: Sind die Eltern selbst kurzsichtig, besteht auch für das Kind das Risiko, kurzsichtig zu werden. Ist nur ein Elternteil kurzsichtig, liegt dieses Risiko bei etwa 30 Prozent, bei zwei kurzsichtigen Eltern bei 60 Prozent. Allerdings können auch normalsichtige Eltern stark kurzsichtige Kinder bekommen.

Wichtiger jedoch als die genetische Veranlagung erweisen sich Umwelteinflüsse wie Bildung, Beruf und Freizeitgestaltung auf die Entwicklung von Kurzsichtigkeit, betont die Stiftung Kindergesundheit. Es ist mittlerweile unstrittig, dass Sehgewohnheiten einen Einfluss auf das Wachstum des Auges ausüben können. Menschen, die im Kindesalter und als junge Heranwachsende über Jahre hinweg viel lesen, haben ein größeres Risiko, kurzsichtig zu werden. Dabei spielen sowohl die Lesedauer, als auch der Leseabstand und die Beleuchtung beim Lesen eine Rolle. Als ungünstig gelten das ununterbrochene Lesen über 30 Minuten hinweg und das „Lesen mit der Nase“ mit einem Abstand der Augen vom Text unter 30 Zentimeter.

Täglich hinaus ins Freie!

Eine besondere Rolle bei der Entstehung und Fortschreiten der Kurzsichtigkeit spielt das Tageslicht, hebt die Stiftung Kindergesundheit hervor. Eine Reihe von Untersuchungen belegt, dass Kinder umso seltener kurzsichtig werden, je mehr sie im Freien spielen. Beim längeren Aufenthalt an der frischen Luft schaut das Auge meist in die Ferne und nicht auf Objekte in der Nähe.

Eine Metaanalyse bisheriger Studien ergab, dass schon zwei Stunden tägliche Aktivitäten bei Tageslicht das Auftreten der Kurzsichtigkeit halbieren. 40 Minuten zusätzlicher Aufenthalt im Freien minderten die Zunahme der Kurzsichtigkeit um etwa 20 Prozent.

Dabei spielt weniger die Intensität der Sonnenstrahlung eine Rolle als die Dauer des Aufenthalts unter freiem Himmel, betonen augenärztliche Experten. Schon relativ geringe Intensitäten des Lichts um 1000 Lux und darüber, die etwa der Umgebungshelligkeit unter Bäumen entsprechen, zeigen einen Effekt. Auch der Anteil der ultravioletten Strahlen scheint keine besondere Bedeutung zu haben.

Nach 30 Minuten Lesen 10 Minuten Pause

Aufgrund dieser Erkenntnisse haben die Erziehungsbehörden des chinesischen Inselstaates Taiwan bereits vor zehn Jahren besondere Regeln für Schulkinder eingeführt. Eine der dortigen Richtlinien lautet „Tien Tien 120“ und empfiehlt jeden Tag zwei Stunden Aufenthalt im Freien. Die zweite sogenannte „30-10-Regel“ besagt, dass das Lesen alle 30 Minuten für zehn Minuten unterbrochen werden sollte. Das Befolgen dieser zwei einfachen Regeln konnte die Häufigkeit der Kurzsichtigkeit bei taiwanesischen Kindern tatsächlich nachweislich verringern.

Für eine weitere Studie in Taiwan wurden 693 Erstklässler rekrutiert. 267 von ihnen sollten sich ein Jahr lang mindestens elf Stunden pro Woche im Freien aufhalten. Die restlichen Kinder behielten ihre Lebensgewohnheiten bei. Das Ergebnis nach einem Jahr: Die Kinder der Frischluft-Gruppe benötigten schwächere Brillen als die Kinder der Kontrollgruppe und hatten ein um 54 Prozent niedrigeres Risiko für eine rasch fortschreitende Kurzsichtigkeit.

Der Einfluss von Lichtmangel auf die Entstehung von Kurzsichtigkeit wurde auch bei Kindern westlicher Länder eindeutig belegt. So zeigte eine US-amerikanische Studie, dass jede Stunde Aufenthalt pro Woche bei Tageslicht das Risiko um circa zehn Prozent senkt. Eine australische Studie mit über 1.300 Teilnehmern ergab dagegen, dass sich die Wahrscheinlichkeit für Kurzsichtigkeit verdoppelt, wenn man weniger als 30 Minuten täglich dem Tageslicht ausgesetzt ist.

„Heilen“ lässt sich eine Kurzsichtigkeit nicht, betont die Stiftung Kindergesundheit: Ist der Augapfel zu lang, schrumpft er nicht wieder. Ist Kurzsichtigkeit einmal vorhanden, bleibt sie bestehen und nimmt sogar bis ins Erwachsenenalter zu. Kurzsichtigkeit lässt sich aber mit Brillen oder Kontaktlinsen gut korrigieren und kann in einem gewissen Umfang auch eingedämmt werden.

Genaue Diagnose durch den Augenarzt

Entdeckt der Kinder- und Jugendarzt bei einer der Vorsorge-Untersuchungen Hinweise auf Augenfehler oder Sehstörungen, wird er das Kind zur genauen Abklärung der Diagnose zum Augenarzt schicken. Dieser leitet die notwendige Behandlung ein. Zum Ausgleich der Kurzsichtigkeit bekommt das Kind eine Brille mit Zerstreuungslinsen (Konkav- oder Minusgläsern) verordnet. Diese Gläser sind in der Mitte dünner als am Rand und bewirken, dass sich die Lichtstrahlen erst weiter hinten auf der Netzhautebene vereinigen.

Kinder und Jugendliche haben bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf eine Brille auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen. Voraussetzung ist die Verordnung durch einen Augenarzt. Ab dem 14 Lebensjahr besteht ein erneuter Anspruch nur dann, wenn sich die Sehstärke um mehr als 0,5 Dioptrien verändert. Kindern stehen Kunststoffgläser zu, wenn sie im Vorschulalter sind oder jünger als 14 Jahre sind und die Sehfähigkeit um mehr als plus oder minus fünf Dioptrien beeinträchtigt ist. Wenn die Kunststoffgläser notwendig sind, um am Schulsport teilnehmen zu können, kommt die gesetzliche Krankenversicherung ebenfalls für die Kosten auf.

Eltern sollten das Kind stets zum Tragen der Brille ermuntern, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit: Es kann mit der Brille erwiesenermaßen konzentrierter Arbeiten und ermüdet weniger schnell, wenn es gut sieht.

Eine Kinderbrille sollte leicht, klein und lustig sein

Weil Kinder ihre Brille ständig tragen sollten, kommt es besonders auf den bequemen und korrekten Sitz an. Die Brille darf also nicht rutschen, damit sie exakt zentriert bleibt. Je kleiner die Fassung ist, desto weniger schränkt die Brille die Bewegungsfreiheit ein. Eine Kinderbrille sollte nicht breiter sein als das Gesicht. Besonders wichtig: Die Glasmitte gehört vor die Pupillenmitte.

Bei der Auswahl der Brille für ihr Kind sollten sich die Eltern nicht von den Modevorstellungen von Erwachsenen leiten lassen, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit. „Die Brille muss dem Kind gefallen, damit sie auch gern getragen wird“, sagt Professor Berthold Koletzko. Kinderbrillen müssen stabil sein, gut sitzen und nicht rutschen. Die richtige Kinderbrille hat Kunststoffgläser, sitzt richtig fest vor den Augen auf der Nase und ist leicht, klein und lustig.

20.10.2020 DGA | Quelle: Stiftung Kindergesundheit (idw)

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Datenschutz­erklärung

I. Allgemeine Informationen


Kontaktdaten des Verantwortlichen
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II. Konkrete Informationen zur Erhebung von personenbezogenen Daten


  1. Besuch der Webseite

    1. Zweck der Datenerhebung und -verarbeitung

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    4. Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit

      Der Betroffene kann der Verarbeitung widersprechen.

  2. Vertragsdurchführung

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    2. Dauer der Speicherung

      Die Löschung der Daten erfolgt, sobald diese für die Zwecke, für die sie erhoben oder in sonstiger Weise verarbeitet wurden, nicht mehr erforderlich sind. Diese Frist beträgt fünf Jahre für personenbezogene Daten die § 147 AO unterfallen und zehn Jahre für personenbezogene Daten, die § 257 HGB unterfallen. Die Fristen beginnen mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Daten erhoben wurden.

    3. Rechtsgrundlage

      Die Speicherung der vorgenannten Daten erfolgt auf der Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b sowie lit. c DSGVO.

    4. Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit

      Da es hier gesetzlich normierte Aufbewahrungsfristen gibt und die Daten zur Vertragsdurchführung gespeichert und verarbeitet bleiben müssen, ist ein Widerspruch oder eine Löschung nicht möglich.

  3. E-Mail-, Telefax- oder Telefon-Kontakt

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      Ein Nutzer kann per E-Mail (auch per Kontaktformular), Telefax oder Telefon mit uns Kontakt aufnehmen. Wir speichern die uns damit übermittelten und vom Betroffenen angegebenen Daten zur Bearbeitung der Anfrage. Diese Daten sind Namen, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefon- und/oder Faxnummer, Datum und Uhrzeit der Anfrage und die Beschreibung des Anliegens, gegebenenfalls Vertragsdaten, wenn die Anfrage im Rahmen einer Vertragsaufnahme oder -abwicklung erfolgt. Die Daten werden nicht an Dritte weitergeben. Sie dienen der Bearbeitung der Kontaktanfrage des Betroffenen.

    2. Dauer der Speicherung

      Sobald die Daten zur Erreichung des Zwecks nicht mehr notwendig sind, werden sie gelöscht, was der Fall ist, wenn sich die Konversation abschließend erledigt hat und der Sachverhalt geklärt ist und keine vertraglichen oder steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen. Diese Frist beträgt fünf Jahre für personenbezogene Daten die § 147 AO unterfallen und zehn Jahre für personenbezogene Daten, die § 257 HGB unterfallen. Die Fristen beginnen mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Daten erhoben wurden.

    3. Rechtsgrundlage

      Die Speicherung der vorgenannten Daten erfolgt auf der Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO nur nach vorheriger Einwilligung im Rahmen der Anfrage, nach Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO im Rahmen einer Vertragsanbahnung oder -erfüllung oder nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse des Verantwortlichen besteht darin, die Kontaktanfrage bearbeiten zu können und Missbrauch der Kontaktanfrage verhindern zu können. Durch einen jederzeit möglichen Widerruf der Einwilligung wird nicht die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung der personenbezogenen Daten berührt.

    4. Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit

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III. Rechte des Betroffenen

Sofern „personenbezogene Daten“ vom Nutzer auf unserer Webseite verarbeitet werden, so hat die betroffene Person (Betroffener) folgende Rechte gegenüber dem Verantwortlichen gemäß DSGVO.

  1. Recht auf Auskunft nach Art. 15 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht auf folgende Informationen:

    1. die Verarbeitungszwecke;
    2. die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden;
    3. die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern in Drittländern oder bei internationalen Organisationen;
    4. falls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer;
    5. das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;
    6. das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
    7. wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten;
    8. das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Art. 22 Abs. 1 und 4 DSGVO und – zumindest in diesen Fällen – aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.
    9. werden personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt, so hat die betroffene Person das Recht, über die geeigneten Garantien gemäß Art. 46 DSGVO im Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.
      Wir stellen dem Betroffenen eine Kopie der personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Verarbeitung sind, zur Verfügung. Für alle weiteren Kopien, die die betroffene Person beantragt, kann der Verantwortliche ein angemessenes Entgelt auf der Grundlage der Verwaltungskosten verlangen.

  2. Recht auf Berichtigung nach Art. 16 DSGVO

    Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen unverzüglich die Berichtigung sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Unter Berücksichtigung der Zwecke der Verarbeitung hat die betroffene Person das Recht, die Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten – auch mittels einer ergänzenden Erklärung – zu verlangen.

  3. Recht auf Löschung nach Art.17 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass ihn betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden, und der Verantwortliche ist verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:
    1. die personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig;
    2. die betroffene Person widerruft ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a oder Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung;
    3. die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 2 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein;
    4. die personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet;
    5. die Löschung der personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem der Verantwortliche unterliegt;
    6. die personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Art. 8 Abs. 1 DSGVO erhoben.

  4. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung nach Art. 18 DSGVO

    Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:
    1. die Richtigkeit der personenbezogenen Daten von der betroffenen Person bestritten wird, und zwar für eine Dauer, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen,
    2. die Verarbeitung unrechtmäßig ist und die betroffene Person die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnt und stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten verlangt;
    3. der Verantwortliche die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger benötigt, die betroffene Person sie jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigt, oder
    4. die betroffene Person Widerspruch gegen die Verarbeitung gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt hat, solange noch nicht feststeht, ob die berechtigten Gründe des Verantwortlichen gegenüber denen der betroffenen Person überwiegen.

  5. Recht auf Unterrichtung nach Art. 19 DSGVO

    Hat der Betroffene gegenüber dem Verantwortlichen hinsichtlich seiner personenbezogenen Daten eine Berichtigung nach Art. 16 DSGVO, eine Löschung Art. 17 Abs. 1 DSGVO oder eine Einschränkung der Verarbeitung nach Art. 18 DSGVO geltend gemacht, und hat der Verantwortliche alle Empfänger, gegenüber denen die personenbezogenen Daten des Betroffenen offengelegt wurden, über das Verlangen des Betroffenen informiert (soweit dies nicht unmöglich oder mit unverhältnismäßigen Aufwand verbunden war), so hat der Betroffene das Recht, vom Verantwortlichen über die Empfänger informiert zu werden.

  6. Recht auf Datenübertragbarkeit Art. 20 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, die ihn betreffenden personenbezogenen Daten, die er einem Verantwortlichen bereitgestellt hat, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten, und er hat das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch uns zu übermitteln, sofern

    1. die Verarbeitung auf einer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a oder Art. 9 Abs. 2 lit. a oder auf einem Vertrag gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO beruht und
    2. die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt. Rechte und Freiheiten anderer Personen dürfen dadurch nicht beeinträchtigen werden. Bei der Ausübung des Rechts auf Datenübertragbarkeit gemäß Absatz 1 hat der Betroffene das Recht, zu erwirken, dass die personenbezogenen Daten direkt von uns einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist. Die Ausübung des Rechts auf Datenübertragbarkeit lässt das Recht auf Löschung nach Art. 17 DSGVO unberührt. Das Recht auf Datenübertragbarkeit gilt nicht für eine Verarbeitung, die für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde.

  7. Recht auf Widerspruch nach Art. 21 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, aus Gründen, die sich aus seiner besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung ihn betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.
    Wir verarbeiten die personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die die Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
    Werden personenbezogene Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, so hat der Betroffene das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung ihn betreffender personenbezogener Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht. Widerspricht der Betroffene der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden die personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeitet. Eine vom Betroffenen erteilte Einwilligung kann dieser jederzeit widerrufen. Die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte Erhebung und Verarbeitung bleibt jedoch dadurch rechtmäßig.

  8. Automatisierte Entscheidungen im Einzelfall inkl. Profiling nach Art. 22 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihm gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Dies gilt nicht, wenn die Entscheidung

    1. für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen dem Betroffenen und uns erforderlich ist,
    2. aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen wir unterliegen, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen des Betroffenen enthalten oder
    3. mit ausdrücklicher Einwilligung des Betroffenen erfolgt.
      Diese Entscheidungen dürfen nicht auf besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO beruhen, sofern nicht Art. 9 Abs. 2 lit. a oder g DSGVO gilt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen der betroffenen Person getroffen wurden.
      In den unter Ziffern a) und c) genannten Fällen treffen wir angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie die berechtigten Interessen des Betroffenen zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person auf unserer Seite, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.

  9. Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde nach Art. 77 DSGVO

    Jeder Betroffene hat unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat seines Aufenthaltsorts, seines Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, wenn der Betroffene der Ansicht ist, dass die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen diese Verordnung verstößt.
    Die Aufsichtsbehörde, bei der die Beschwerde eingereicht wurde, unterrichtet den Beschwerdeführer über den Stand und die Ergebnisse der Beschwerde einschließlich der Möglichkeit eines gerichtlichen Rechtsbehelfs nach Art. 78 DSGVO.

  10. Recht auf wirksamen gerichtlichen Rechtsbehelf nach Art. 79 DSGVO

    Jeder Betroffene hat unbeschadet eines verfügbaren verwaltungsrechtlichen oder außergerichtlichen Rechtsbehelfs einschließlich des Rechts auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde gemäß Art. 77 DSGVO das Recht auf einen wirksamen gerichtlichen Rechtsbehelf, wenn er der Ansicht ist, dass die ihm aufgrund dieser Verordnung zustehenden Rechte infolge einer nicht im Einklang mit dieser Verordnung stehenden Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten verletzt wurden.
    Für Klagen gegen uns der gegen einen Auftragsverarbeiter sind die Gerichte des Mitgliedstaats zuständig, in dem wir oder der Auftragsverarbeiter eine Niederlassung haben. Wahlweise können solche Klagen auch bei den Gerichten des Mitgliedstaats erhoben werden, in dem der Betroffene seinen Aufenthaltsort hat, es sei denn, es handelt sich bei uns oder dem Auftragsverarbeiter um eine Behörde eines Mitgliedstaats, die in Ausübung ihrer hoheitlichen Befugnisse tätig geworden ist


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